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STZ-blog

Teilchroniken zu den Familien Janssen und Kaack sowie zu Carstensen, Wachsmuth und Bleicken

Veröffentlicht am 20.05.2018

Die (Teil)-Chronik der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken beschreibt Geschichte und Geschichten der drei nordfriesischen Familien seit dem späten 16. Jahrhundert. Die Familien Carstensen uznd Wachsmuth lebten über Generationen hinweg in Jütland von Landwirtschaft und Handwerk. Nachfahren zogen im 19. Jahrhundert wegen der besseren Verdienstmöglichkeiten für Handwerker auf die Insel Sylt. Die Vorfahren der Familie Bleicken lebten schon seit den frühesten Aufzeichnungen auf Sylt. Das Buch schildert die Veränderungen der Familien und den Einfluss der Seefahrt auf die Familienmitglieder. Es beschreibt aber auch lange Zeiten von Not und Armut, die eine ganze Reihe von Verwandten im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert zur Auswanderung nach Nordamerika bewegt haben.

Die zweite (Teil)-Chronik zu den Familien Kaack und Janssen aus dem holsteinischen und dithmarschener Bereich erzählt eine andere Geschichte, die über die Vorfahren des Landschreibers Antonius Steinhaus aus Meldorf bis in die Spätantike vor dem frühen Mittelalter zurückführt. Seit dem 16. Jahrhundert lebten die Familien relativ konstant und in vielen Fällen als Gutsbesitzer von der Landwirtschaft; sie waren meist recht bodenständig in ihrer jeweiligen engumgrenzten Region. Das Buch beschreibt die Veränderungsprozesse und die Wandlungen, mit denen aus Landwirten in einem Fall ein autodidaktischer Dorfschul-Lehrer wurde und in einem anderen Fall ein hoher Finanz-Beamter der dänischen Krone. Über einen Familienzwewig von den Halligen und der Insel Föhr kamen auch Seefahrer in die Familie. Nachkommen wurden Ärzte und Unternehmer.

Beide Bücher sind jetzt auch als eBooks verfügbar. Da die Werke zahlreiche Fotos und Grafiken enthalten, ist für die Darstellung ein Tablet- oder Laptop-Computer besser geeignet als ein kleinformatiger eBook-Reader. Die Bücher sind in verschiedenen eBook-Formaten und über die gängigen Quellen verfügbar. Amazon finden sich die Bücher unter den Links: Chronik der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken sowie Chronik der Familien Kaack und Janssen.

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35 Jahre Tätigkeit im Telekommunikations-Sektor

Veröffentlicht am 14.05.2018
  • 35: 1983 habe ich nach Abschluss der Promotionsarbeit die Universität verlassen. Seither bin ich ununterbrochen im Telekommunikationsmarkt tätig. Zunächst bei Herstellerfirmen für Vermittlungs- und Übertragungstechnik, später mit dem Aufbau und der Neuausrichtung von Netzbetreibern und in beratender Form für Netzbetreiber, Hersteller und Gebietskörperschaften.
  • 30: ab 1988 habe ich die einige Strategieprojekte für den Daimler-Vorstand erarbeitet zu Optionen im Telekommunikationsmarkt, dabei kam auch das Service-Provider-Modell als für Deutschland neues Geschäftsmodell in die Diskussion.
  • 25: 1993 erreichten wir mit der nach zwei Jahren Arbeit am Geschäfts- und Kooperationsmodell sowie der Erstellung eines Business-Plans 1991 gegründeten Service-Provider debitel in Deutschland die Marktführerschaft unter den netzbetreiberunabhängigen Telefongesellschaften.
  • 20: 1998 begannen die vorbereitenen Planungen zum Aufbau eines eigenen Netzbetreibers für Geschäftskundendienste, der dann 1999 gegründet wurde.
  • 15: vor 15 Jahren habe ich meine ersten Projekte zum Aufbau von Breitband-Infrastrukturen und der Bildung von Kooperationen durchgeführt.
  • 10: 2008 habe ich für zwei Jahre die Projektleituing in dem Innovationsprojekt T-City für die Stadt Friedrichshafen übernommen.
  •   5: vor 5 Jahren habe ich die ersten Kapitel meiner Familienchronik sowie zu Geschäftsmodellen und Fallbeispielen für den Breitbandausbau geschrieben. Erschienen sind diese Bücher dann in erster Auflage 2016.
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Dritte Auflage der Gesamtchronik "Heimat Sylt" verfügbar

Veröffentlicht am 09.05.2018

Woher kommen die einzelnen Familienzweige und wie haben sie sich im Lauf der Jahrhunderte verändert? Lassen sich nach der langen Zeit noch Gründe für Umzüge und neue Berufe herausfinden? Wie hat sich die Vermischung von zugezogenen mit eingesessenen Familien in der weiteren Entwicklung ausgewirkt? Diesen Fragen versucht die Abhandlung nachzugehen. Im Rahmen der Forschung wurden über 10.000 Personen identifiziert. Es fanden sich viele Brüche und Änderungen im Lebenswandel. Aus Hufnern und Käthnern in der Familie Kaack brachte nach 300 Jahren landwirtschaftlicher Tätigkeit ein Lehrer einen Umbruch. In folgenden Generationen finden sich dann Unternehmer. 

Ein Sohn aus der Fuhrmanns-Familie Janssen wird dänischer und später preußischer Finanzbeamter, der die Sylter Finanz- und Rentenkasse lange Jahre leitet. Einer seiner Söhne gründet eine der ersten Privatbanken in Westerland. Johann Wachsmuth zieht von Göttingen nach Hadersleben. Er war Kürassier und Hutmacher im Oldenburgischen Kürassier-Regiment. Seine Kinder leben erst in einer Armensiedlung und werden später Landwirte, Hotelbetreiber und Seeleute.
Ein Vorfahre kommt als Pastor auf die Hallig Langeneß und heiratet in eine Kapitänsfamilie ein, seine Söhne werden Kapitäne, ein Enkel wird Uhrmacher und kehrt auf das Festland zurück.

Sylter Vorfahren waren Seeleute, Schiffer und Kapitäne, einige Walfänger vor Grönland, Landwirte und Ratsleute. Ein Mordfall geschieht 1756 auf Sylt und ein bewaffneter Raubüberfall 1840 in Vaale. Mehrere Familien wandern im 19. Jahrhundert nach Nordamerika aus und entwickeln sich dort an ders weiter als Verwandte in der alten Heimat. Unter den Vorfahren von Elias Funcke finden sich über 20 studierte Prediger, u.a. am Ulmer Münster. Er bleibt auf der Wanderschaft in Braunschweig und heiratet in eine Familie von Seifensiedern und Brauern ein. Ein Philosoph und Arzt kommt 1628 nach Augsburg und besiegt die Pest-Epidemie.

Unter den Vorfahren der Familie Kröger finden sich die Ritter von Steenhuis, die über mehr als 250 Jahre hinweg in Rees am Niederrhein leben und 1560 nach Meldorf kamen. Von den Steenhuis führt die Ahnenreihe zu den Grafen von Jülich und von dort um 960 über die Grafen von Metz zu den karolingischen Königen und Kaisern u.a. zu Karl dem Großen und Karl Martell. Auch norwegische Herrscher kleiner Teilreiche und sächsische Häuptlinge vor dem Jahr 500 lassen sich mit unsicherer Quellenlage den Vorfahren zuordnen.

Nach fast anderthalb Jahren Arbeit an der dritten Auflage ist das Buch jetzt erhältlich entweder direkt beim Verlag BoD, bei Amazon und im stationären Buchhandel. Eine eBook-Version folgt in Kürze. Die dritte Auflage ist seit dem 04.05.2018 verfügbar und ist gegenüber der vorherigen Auflage doppelt so umfangreich geworden (Seitenumfang neu: 520 Seiten). Aufgrund des Umfangs ist das Buch anders als die Teilchroniken mit einem Hardcover und einer Fadenbindung versehen.

Achtung: dieses Buch enthält die wesentlichen Inhalte der Bücher: "Sylt - Erinnerungen einer Familie", "Anna Müller aus Braunschweig", "Chronik der Familien Kaack und Janssen", "Chronik der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken".

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Serie zu Zeitzeugnissen von direkten Vorfahren

Veröffentlicht am 06.05.2018

Im Zuge der Familienforschung in den letzten Jahren haben sich zahllose Dokumente, Kirchenbuchauszüge und Grafiken und Fotos angesammelt, die ich in der großen Mehrzahl für meine Familienchronik verwendet habe. Nach fast anderthalb Jahren Arbeit an der dritten Auflage ist diese jetzt fertig und wird in Kürze am Markt verfügbar sein. Gegenüber der zweiten Auflage ist der Umfang um das Doppelte angewachsen auf jetzt 520 Seiten. Das Foto der Zeichnung zeigt das alte Westerland und ist um 1910 entstanden, der Künstler ist leider unbekannt. Das Bild ziert wie schon bei der zweiten Auflage das Deckblatt der Chronik.

Bei der Bearbeitung bin ich auf einige Zeitzeugnisse meiner Vorfahren gestoßen, die mir aus unterschiedlichen Gründen besonders interessant erschienen sind. Es handelt sich oft um Dokumente aus Kirchdnbüchern und Verträge, aber auch um steinerne Zeugnisse wie das Sühne-Kreuz aus Bremen von 1430, das für meinen Vorfahren Johannes Wasmer errichtet wurde, die Epitaphen aus Meldorf von 1591, 1602 und 1609 für die Kinder von einem Nachkommen von Johannes Wasmer und für den ersten Landschrieber in Süderdithmarschen Antonius Steinhaus. Beide haben eine sehr interessante Lebensgeschichte. Andere Zeitzeugnisse sind eine Grabplatte von 1599 für Marie Vietor aus Darmstadt, Kupferstiche von Jacobus Funccius und seinem Sohn Thoma Funck von 1615 und 1660, beide waren Münsterprediger in Ulm. Auch eine Reihe von frühen Schriften von beiden, sowie von Dr. Johannes Vietor aus dem 17. Jahrhundert haben sich erhalten und sind für Interessierte digital verfügbar. Ab 1850 gibt es zudem einige frühe Fotografien von Vorfahren. Für mich ein besonderes Überbleibsel ist eine Hochzeitstruhe von 1779 aus der Familie Lorenzen.

Die ausgewählten Zeitzeugnisse stelle ich in einer kleinen Serie auf meinem blog unter dem Titel "Zeitzeugnisse meiner Ahnen" vor und erläutere die Verbindung zu Vorfahren der Familie. Anders als in meiner Chronik, die sich an den Familienzweigen orientiert, habe ich die Serie mehr oder weniger streng chronologisch sortiert und springe daher zwischen Familienzweigen und Regionen. Bislang sind 15 Teile der Serie erschienen, weitere folgen. Alle Inhalte dieser Serie sind natürlich auch in der demnächst erscheinenden Chronik "Heimat Sylt" zu finden.

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"Chronik der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken"

Veröffentlicht am 28.04.2018

Die Teilchronik für die Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken hat es geschafft, vor der dritten Auflage der Gesamtchronik "Heimat Sylt" fertig zu werden. Wer zusätzlich Informationen zur Geschichte von Sylt und Westerland mit einer Reihe von alten Fotos sucht, ist allerdings mit dem seit letzten Jahr veröffentlichten Werk "Sylt - Erinnerungen einer Familie" besser bedient. Die Inhalte der neuen Chronik ist dort ebenso enthalten wie in der bald in Druck gehenden 3. Auflage von "Heimat Sylt". Das Buch ist zu beziehen über den Verlag BoD über diesen Link, Amazon und den stationären Buchhandel. Eine eBook-Version wird in Kürze verfügbar sein.

Unter der Gesamtheit meiner Vorfahren finden sich sehr unterschiedliche Schicksale und Lebenswege. Es gibt wenige herausragende Persönlichkeiten mit historischer Bedeutung wie Vertreter des Hochadels, studierte Philosophen und Theologen, leitende Beamte, Bürgermeister, Ärzte und Unternehmer. Viele der Vorfahren waren Handwerker. Andere Vorfahren dienten zeitweise beim Militär. Die größte Zahl der Vorfahren war aber in der Landwirtschaft tätig, vom Großbauern mit eigenem Grund, über den Käthner mit gepachtetem Land, die Gutsknechte bis zum Tagelöhner

Die Entwicklung der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken unterscheidet sich von derjenigen der anderen Familienzweige. Die frühesten Wachsmuth lebten in Göttingen, seit 1736 waren sie in Jütland, dann im Grenzgebiet zu Deutschland und schließlich auf Sylt ansässig. Die frühesten nachweisbaren Vorfahren der Familie Carstensen lebten bei Mögeltondern und kamen über Rodenäs nach Sylt. Familie Bleicken lebte bis zu den frühesten nachweisbaren Vorfahren im 16. Jahrhundert auf Sylt.

Fast alle frühen Vorfahren aus diesen Familien waren arm und lebten von der Landwirtschaft. Einige erbrachten im Nebenerwerb und später hauptberuflich handwerkliche Tätigkeiten z.B. als Zimmerleute und Schneider. Nach dem Umzug auf die Insel Sylt im 19. Jahrhundert kam die Seefahrt als wichtiger Erwerbszweig hinzu, den auch viele Sylter Familien als Ergänzung zur eher wenig einträglichen Landwirtschaft ausübten. Einige Seefahrer wurden als Steuerleute und Kapitäne vermögend, viele starben bei Schiffsunglücken.

Der nach 1855 zögerlich einsetzende Tourismus brachte zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten, insbesondere für Handwerker. Aber insgesamt blieb das Leben hart und die Lebensumstände ärmlich. So erklärt sich, dass eine Reihe von Nachkommen zwischen 1860 und 1910 ihr Glück in der Auswanderung nach Nordamerika gesucht haben. Einige dieser Schicksale werden in dem Buch beschrieben. Die Auswanderungswelle hat bis nach dem zweiten Weltkrieg angedauert. Das Buch spürt der Geschichte der Familien Carstensen, Wachsmuth und Bleicken so weit nach, wie sich Belege und Berichte auffinden lassen.

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2. stark erweiterte Auflage der "Chronik der Familien Kaack und Janssen

Veröffentlicht am 21.04.2018

 

Da sich in den letzten Monaten eine Reihe von neuen Erkenntnissen zu den Vorfahren aus dem Familienzweig Janssen ergeben haben, habe ich die "Chronik der Familien Kaack und Janssen" überarbeitet und ergänzt.

Bei den frühen Vorfahren aus dem Familienzweig Kaack haben sich ein paar Änderungen und Ergänzungen ergeben, z.B. um eine Nebenlinie, für die die weitere Entwicklung  untersucht wurde und zwei Familien, die in die USA ausgewandert sind. Bei einem meiner frühesten Vorfahren habe ich das Geburtsdatum korrigiert, was ihn zum Erstgeborenen macht, der eigentlich den elterlichen Hof in Mühbrook geerbt hätte. Da er schon früh in das benachbarte Langwedel umgezogen ist und dort eine eigene Hufe erworben hat, stimmt die Geschichte aber wieder. Interessant sind zwei Kaufverträge von 1675 und 1711, in denen die jeweilige Übergabe des Hofes in Mühbrook an die Erben seher detailliert geregelt wird.

Neu hinzugekommen sind Kapitel über die Familien Steinhaus und Wasmer, sowie zu den Grafen von Jülich als Vorfahren der Ritter von Steenhuis (Steinhaus) und deren Vorfahren unter den Karolingern und Merowingern. Neben Kaisern und Königen finden sich sächsiche und norwegische Häuptlinge, darunter Hengiste, Sachsenhäuptling und erster König von Kent.

Der Umfang der zweiten Auflage ist um über ein Viertel angewachsen. Das überarbeitete Werk ist direkt über den Verlag oder über den Buchhandel zu beziehen. Eine eBook-Variante wird in Kürze folgen.

 

Die Inhalte dieser Teilchronik sind Bestandteil der dritten Auflage der Gesamtchronik "Heimat Sylt", die in dritter Auflage hoffentlich bald verfügbar sein wird. In der Gesamtchronik sind auch die Inhalte der bereits erschienen Bücher "Anna Müller aus Braunschweig" und "Sylt - Erinnerungen einer Familie" enhalten. Beide Bücher decken einzelne Familienzweige aus unterschiedlichen Herkunftsregionen ab.

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Anna Müller aus Braunschweig

Veröffentlicht am 17.02.2018

Mein Buch ist einerseits eine Hommage an meine Großmutter Anna Müller, die bereits vor meiner Geburt verstorben ist und andererseits eine Studie zu ihren Vorfahren, die eine interessante, aber auch sehr heterogene Struktur aufweisen.


Anna Wilhelmine Karoline Müller wird 1897 in Braunschweig geboren, verbringt dort ihre Kindheit und zieht mit den Eltern nach Hamburg, als sie 10 geworden ist. Die Jugend verbringt sie in Hamburg und verliebt sich in einen westerländer Seemann, dem sie nach Sylt folgt, als sie 16 wird. Während des ersten Weltkrieges bleibt sie alleine in Westerland. Im zweiten Weltkrieg verliert sie enge Angehörige in Hamburg bei Brandbombenangriffen. Nach dem Krieg lebt die Familie in bescheidenen Verhältnissen bis zu Annas frühem Krebstod mit 54 Jahren. Annas Vorfahren stammen bis auf Elias Funcke aus der Gegend von Braunschweig, Bad Gandersheim, Wolfenbüttel, Bornhausen, Teichhütte und Einbeck. Mehr als 300 Jahre lang lebten sie in einem engen regionalen Umfeld. 1853 ist Familie Blume mit sieben Kindern in die USA ausgewandert und kurz danach wieder zurückgekehrt. Die Mitglieder der Familien Niedhardt, Müller, Kopper, de Moor, Wiegand, Blume und Mügge arbeiteten in der Landwirtschaft, als Arbeiter und Handwerker. Es finden sich aber auch heute exotische Berufe wie Lohgerber, Knopfmacher, Löffelschnitzer, Mühlenschreiber, reitende Förster, Schweinemeister, Seifensieder, Schuhmacher, Hüttenmänner und Hüttenvögte, Leineweber und über 20 Brauer. Der 1680 geborene Johann Carol Wiegand war Bäckermeister, Ratsherr und ab 1705 bis zu seinem Tod 1734 Bürgermeister von Bad Gandersheim.


Zwei Vorfahren sind aus größeren Entfernungen zugewandert, der eine als Grenadier aus Schoonhoven in den Niederlanden und der andere war ein Sohn des studierten Theologen und Predigers Daniel Funck in Ulm und blieb auf der Wanderschaft in Braunschweig, wo er eine Familie gründete. Unter den Vorfahren von Elias Funck(e) gab es mehrere Münsterprediger in Ulm und über 20 Pfarrer in Alsfeld, Darmstadt und Ulm. Es sind einige Schriften erhalten aus der Familie Funck, aber auch von Dr. Johannes Vietor aus Alsfeld, der Hofprediger in Darmstadt wurde und wie sein Vater Justus Superintendent. Aus dem Kreis dieser Familien stammt der 1585 geborene Philosoph und Arzt Dr. Dr. Johannes Henisius, der 1628 in Augsburg die Pest bekämpft hat und 1630 in Verona. Später wurde er Dekan im Collegium Medicum, Stadtarzt in Augsburg und bayerischer Hofarzt.

Das Buch kann über den Verlag BoD, Amazon oder den Buchhandel bestellt werden. Eine eBook-Version folgt in Kürze.

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Breitband.NRW

Veröffentlicht am 17.02.2018

Genau vor zwei Jahren Mitte Februar 2016 startete das Projekt "Breitband.NRW". Die Zeit ist aus meiner Sicht schnell vergangen und es waren spannende zwei Jahre, die allerdings stark von Fragen rund um das Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau geprägt waren. Viele Kreise und Kommune aus NRW haben in dieser Zeit einen Antrag gestellt und eine Förderbewilligung erhalten. Eine Reihe von Projekten sind im Vergabeverfahren und wenige schon in der Umsetzung. Ich denke, dass in der Zeit einiges erreicht wurde - mal sehen, was das verbleibende Jahr in dem Projekt noch bringen wird.

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Mein persönlicher Jahresrückblick 2017

Veröffentlicht am 27.12.2017

Das Jahr 2017 war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert und erfolgreich. STZ-Consulting ist seit 15 Jahren erfolgreich tätig. Das Bewusstsein und das Engagement für einen nachhaltigen Breitband-Ausbau ist gestiegen, wobei das Bundesförderprogramm im positiven Sinne als Katalysator gewirkt hat. 2017 hat mir die Zeit gegeben, einige längere „gärende“ Buchprojekte in Tat umzusetzen und zu veröffentlichen. Meine mehrjährige Familienforschung hat 2017 mit zahlreichen unerwarteten neuen Erkenntnissen aus dem niedersächsischen und baden-württembergischen Raum einen kräftigen Schub erhalten. Aus meiner Gesamt-Chronik sind noch im Dezember zwei unabhängige Bücher entstanden.

Zu den Details:

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"Sylt - Erinnerungen einer Familie" - Regionalgeschichte und Familienchronik

Veröffentlicht am 10.12.2017

Sylt - Erinnerungen einer FamilieSylt - Erinnerungen einer Familie

"Sylt, die Insel der Schönen und der Reichen, überlaufen und unbezahlbar für Einheimische"? Das ist nur eine Seite der Wirklichkeit. Wie auch immer man die Insel heute einschätzen mag, die Geschichte ist wechselhaft und vor nicht allzu langer Zeit war die Mehrzahl der Bevölkerung arm und immer wieder von Sturmfluten heimgesucht. Die Geschichten der Vorfahren des Autors illustrieren die Veränderungen des Lebens auf Sylt über die Jahrhunderte. Der älteste Vorfahre wurde einer der ersten Grönland-Commandeure, die mit dem Walfang den ersten Wohlstand auf die Insel gebracht haben. Ein anderer gehörte dem Sylter Rat an, der über die Geschicke des täglichen Lebens entschied. Es finden sich Seeleute bis zu Kapitäne, die in Handelsschifffahrt rund um den Globus unterwegs waren. Neben Schiffsunglücken bedrohten Piratenüberfälle die Handelsschiffe. Zuhause waren Austern, Wolle und Möweneier wichtige Handelsgüter. Die ärztliche Versorgung war schlecht und zahlreiche Frauen starben jung mit Kindbettfieber.

Erst nachdem 1855 Westerland zum Nordseebad ernannt wurde, verbesserte sich die wirtschaftliche Lage und Sylt wurde zum Zuwanderungsgebiet. 1830 kamen vier Wachsmuth-Brüder nach Sylt und siedelten in unterschiedlichen Orten. 1850 heiratet ein schwedischer Kapitän in Tinnum ein. 1867 zog Rentmeister Lorenz Nicolay Ludwig Janssen mit seiner Familie nach Westerland und leitete das Zollamt. Seine Tochter erbaute mit ihrem Mann das damals größte Hotel, Villa Baur-Breitenfeld, ein Sohn gründete die erste Privatbank auf der Insel. 1885 zog Familie Carstensen von Rodenäs nach Westerland und begleitete den Aufbau mit handwerklichen Aktivitäten. Als letztes kam 1919 der Tierarzt Kaack nach Westerland. Neben den Zuwanderungen sind im 19. Jahrhundert mehrere Mitglieder der Wachsmuth und Carstensen-Familie nach Amerika ausgewandert."

Das Buch basiert in wesentlichen Teilen auf Inhalten aus der Chronik "Heimat Sylt".

Ich hoffe, es bereitet den Lesern genauso viel Vergnügen wie mir bei der Zusammenstellung. Erhältlich ist das Buch über Verlag BoD, den Buchhandel oder auch bei Amazon.

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Förderprogramme - nicht immer das beste Mittel für den Breitbandausbau

Veröffentlicht am 22.08.2017

Der Ausbau der Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser-Hausanschlüssen hat in letzter Zeit deutlich an Dynamik gewonnen. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit zur Bereitstellung nachhaltiger und schneller Internetzugänge ist gestiegen, aber noch nicht überall ist diese Erkenntnis verinnerlicht. Der mit Abstand größte Teil des Breitbandausbaus erfolgt nach wie vor eigenwirtschaftlich durch die Netzbetreiber, die sich mit besseren Infrastrukturen zusätzliche Margen und eine bessere Wettbewerbsposition erhoffen. Erfolgt kein zeitnaher Ausbau auf eigenwirtschaftlicher Basis, ist oft der Griff nach Fördertöpfen die naheliegende Alternative. Förderprogramme können durchaus eine positive Wirkung auf die Versorgung weißer Flecken haben und auch den eigenwirtschaftlichen Ausbau stimulieren. Sie sind allerdings mit „Nebenwirkungen“ verbunden, die nicht immer im Vorfeld bedacht werden. Förderprogramme sind bürokratisch aufwändig, es dauert lange bis zur Inbetriebnahme von neuen Netzen und selbst nach der Fertigstellung bindet das jährlich einige Jahre lang zu erbringende Monitoring  Kapazitäten in den Kommunen.

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Konzeptstudie mit Ansätzen zu Förderung von Digitalisierung und Migration zu Glasfaser

Veröffentlicht am 19.08.2017

Bis 2025 soll Deutschland ein flächendeckendes Glasfaser-Anschlussnetz erhalten und es wird auch benötigt. Dabei ist der mit Brückentechnologien erreichte Versorgungsstand nicht schlecht und die Mehrzahl der Anschlüsse können mehr als 50 Mbit/s nutzen, über 70% der Anschlüsse mit einem Kabelnetzanschluss erreichen 400 Mbit/s. Daher gibt es für Netzbetreiber derzeit keinen Anreiz für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau mit Glasfasernetzen in größerem Stil. Gleichzeitig sind die meisten Nutzer mit den Leistungen zufrieden, die die Brückentechnologien ermöglichen. In zehn Jahren wird das nicht mehr der Fall sein. Wenn dann für 80% der Anschlüsse Glasfaser-Anbindungen geschaffen werden sollen, wird es sehr teuer und es wird lange dauern. Daher muss man heute mit dem Aufbau von Anschlussnetzen beginnen. Unter Nutzung von Mitverlegung bei anderen Tiefbauarbeiten können erhebliche Kosten eingespart werden. Dabei bedarf es schon am Anfang erhebliche Mittel für die Netzplanung. Neue Ansätze für eine nachhaltige Förderung können den Prozess beschleunigen. Glasfaser-Infrastrukturen und Anwendungen zur Digitalisierung bedingen sich nach dem Henne und Ei Prinzip. Auch die Digitalisierung und insbesondere die Gründung von Unternehmen mit Geschäftsmodellen, die auf digitalen Anwendungen basieren sollten stärker unterstützt werden

Einzelne Kapitel aus meiner Konzeptstudie zur Digitalisierung und der Migration zu Glasfaser-Anschlussnetzen habe ich in letzter Zeit hier veröffentlicht. Die Konzeptstudie ist jetzt als zusammenhängender Text, ergänzt um Kapitel zur Technologiemigration, der Steigerung des Nutzungsverhaltens sowie einem Fazit, in Form eines kurzen eBooks verfügbar.

eBook mit Konzeptstudie zu Digitaslisierung und Glasfaser-MigrationeBook mit Konzeptstudie zu Digitaslisierung und Glasfaser-Migration

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DigiNetzGesetz darf nicht genutzt werden zur Torpedierung kommunaler Betreibermodelle

Veröffentlicht am 19.08.2017

Für den Ausbau der Glasfaser-Anschlussnetze halte ich die Nutzung anderer Tiefbaumaßnahmen zur Mit-Verlegung von Leerrohren und damit zur Senkung der Tiefbaukosten für eine sinnvolle Vorgehensweise. In vielen Fällen ist nur auf diesem Wege ein wirtschaftlicher Ausbau der Anschlussnetze möglich. Das im November 2016 verabschiedete DigiNetzGesetz gibt interessierten Nutzern das Recht zur Mitnutzung. Es liegen zwar noch nicht alle notwendigen Ausgestaltungen für dieses Gesetz vor,  so dass eine Reihe von offenen Punkten bleiben, z.B. die Ermittlung der angemessenen Kostenbeteiligung an einer Tiefbaumaßnahme. Sin nur die Mehrkosten für die Einbringung des eigenen Leerrohres oder eine möglicherweise Verbreiterung des Grabens zu zahlen, oder ist auch eine anteiligen Kostenübernahme für den eigentlichen Graben vorzusehen. Genauere und vor allem praktikable Regelungen wären hilfreich.

Wie das im DigiNetzGesetz festgeschriebene Mitverlegerecht eine geplante Ausbaumaßnahme bzw. das Betreibermodell des Infrastrukturbetreibers für ein Breitband-Anschlussnetz aber auch behindern kann, zeigt das Beispiel aus dem Landkreis Karlsruhe. Hier haben die  Netzbetreiber Deutsche Telekom und Unitymedia das Recht eingeklagt, die von der Gemeinde geplante Baumaßnahme zur Schaffung eines Glasfaser-Anschlussnetzes nutzen zu dürfen, um eigene Breitband-Anschlüsse zu verlegen. Mehr Angebote schaffen zwar Wettbewerb zum Vorteil der Kunden, ein Wettbewerb bei Leerrohrnetzen ist aber nicht sinnvoll. Die parallele Verlegung von Anschlussnetzen ist eigentlich nicht erforderlich, wenn der offene Netzzugang zu marktgängigen Preisen möglich ist. Ich habe schon vor längerem vorgeschlagen, die Möglichkeiten zur Vergabe einer Konzession für ein Glasfaser-Anschlussnetz zu prüfen. Dieser Art der Nutzung des DigiNetzGesetzes könnte die Umsetzung von Ausbaumaßnahmen von Stadtwerken und Kommunen nach dem Betreibermodell massiv beeinträchtigen. Wer will Anschlussnetze bauen, wenn er nicht sicher sein kann, ob die geplanten Kundenzahlen erreicht werden und ein Projekt vielleicht nie die Amortisationsgrenze erreicht. Hier sollte vom Gesetzgeber dringend unterbunden werden, dass das DigiNetzGesetz so ausgelegt wird, dass Baumaßnahmen zur Verlegung von Glasfaser-Anschlussnetzen zur Schaffung von parallelen Infrastrukturen missbraucht werden - zumindest dann nicht, wenn ein offener Zugang zu den Leerrohren und Anschlussnetzen gewährleistet ist. Die Ausbauaktivität insbesondere von Stadtwerken und Kommunen ist aus meiner Sicht dringend erforderlich, um das Ziel einer flächendeckenden Glasfaserversorgung in Deutschland in knapp zehn Jahren zu erreichen.

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Genehmigung für VULA-Vorprodukt ermöglicht die Förderfähigkeit eines Vectoring-Ausbaus

Veröffentlicht am 17.08.2017

Die EU-Kommission hat den Netzbetreibern Deutsche Telekom, DNS:NET und NetCologne die Vorprodukte für Vectoring genehmigt, die anderen Netzbetreibern den Zugang zum Vectoring-Netz ermöglichen, ohne einen physischen Zugang zu bieten. Mit diesen "VULA"-Vorprodukten wird somit auch der Ausbau der Vectoring-Netze förderfähig. VULA ist ein ungebündeltes virtuelles Zugangsprodukt auf der Basis eines Bitstream-Zugangs. Für Kreise, die in den ersten Förderrunden im Bundesförderprogramm einen Antrag auf Basis eines FTTC-Ausbaus gestellt haben, ist das eine gute Nachricht, da ihre Vorhaben jetzt eine Rechtsgrundlage erhalten.

Ansonsten ist die Förderfähigkeit von Brückentechnologien ein erheblicher Rückschritt, da Vectoring-Netze in absehbarer Zeit wieder überbaut werden müssen mit Glasfaser-Anschlussnetzen. Sowohl Bund als auch das Land fordern einen flächendeckenden FTTB-Ausbau bis 2025. Für dieses Ziel ist ein Vectoring-Ausbau kontraproduktiv und schädlich. Antragsteller für einen geförderten Breitband-Ausbau können aber bereits heute diese Falle umgehen, indem im Förderantrag eine symmetrische von mindestens 100 Mbit/s-Leistung gefordert wird. Vectoring ermöglicht im Upstream derzeit nur bis zu 40 Mbit/s. Für die Antragsteller aus den ersten Förderrunden zum Bundesförderprogramm hatten zum Teil keine andere Wahl als auf einen FTTC-Ausbau mit Vectoring-Technik zu setzen, da in der Interessenbekundung kein Netzbetreiber einen FTTB-Ausbau in Aussicht gestellt hat. Mit der Genehmigung der VULA-Produkte wird dem formalen Anspruch auf einen offenen Netzzugang Rechnung getragen, ob dieses Angebot in der Praxis von anderen Netzbetreibern in größerem Umfang genutzt wird, bleibt abzuwarten. Skepsis zu einer marktwirtschaftlichen Auswirkungen erscheinen angebracht.

Den Pressetext der EU-Kommission zu der aktuellen Entscheidung findet sich unter diesem Link.

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Ausbau von Glasfaser-Anschlussnetzen in Teilen von Erftstadt

Veröffentlicht am 13.08.2017
Die Ortsteile Niederberg und Borr in Erftstadt erhalten einen Glasfaser-Ausbau von Unitymedia, nachdem sich eine Bürgerinitiative erfolgreich für die Nachfragebündelung eingesetzt hat. Als ich 2009 die Stadt bei einem Förderprojekt für unterversorgte Stadtteile beratend begleitet habe, lag die Aufgreifschwelle bei 6 Mbit/s und gefordert wurden nach dem Ausbau 16. Kein Betreiber hatte damals eine Interessenbekundung oder ein Angebot für einen Ausbau mit Glasfaser-Hausanschlüssen abgegeben, so dass letztlich "nur" ein VDSL-Ausbau umgesetzt wurde. Mit damals ca. 15.000 betroffenen Einwohnern dürfte dieses Projekt immer noch das oder eines der größten GAK-Einzelprojekte in NRW sein.
 
Zukünftig wird es im Rahmen der Gigabit-Strategie darum gehen, wie die heute mit > 30 Mbit/s ausgebauten Stadtteile im Zuge einer Migration Glasfaseranschlüsse erhalten. Mit der Fragestellung steht Erftstadt aber nicht alleine, die Migration von bestehenden Kupfer-Anschlussnetzen zu FTTB-Infrastrukturen dürfte eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre sein. Dabei wird dem bürgerschaftliches Engagement und der Arbeit von Bürgerinitiativen eine zunehmend wichtigere Rolle zukommen. In diesem Fall ist das Beispiel von Erftstadt durchaus bemerkenswert, da die beiden Stadtteile Scheuren und Borr mit ihren ca. 360 Haushalten heute nicht förderfähig sind mit einer Versorgung von mehr als 30 Mbit/s.

Ein Artikel zu dem aktuellen Ausbauvorhaben 
findet sich bei Unitymedia.
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Breitbandausbau in Kerken - eigenwirtschafltich und gefördert

Veröffentlicht am 11.08.2017

Die Gemeinde Kerken im Kreis Wesel erhält im eigenwirtschaftlichen Ausbau in den großen Ortsteilen ein FTTB-Netz, nachdem eine Bürgerinitiative mit sehr viel Aufwand eine 40%-Quote an Vorverträgen erreicht hat. Telekom baut die kleineren Ortsteile jetzt mit VDSL aus, die bislang auch im Sinne der Aufgreifschwelle für das Landesprogramm GAK mit < 6 Mbit/s unterversorgt waren. Der jetzt erfolgende Ausbau ist die bauliche Umsetzung aus einem GAK-Förderprojekt, das ich noch vor dem Beginn der Tätigkeit für Breitband.NRW als Berater begleitet habe. Für mich war es ein besonders spannendes Projekt, da die Konzeption für ein aus Streusiedlungen und dem in NRW längsten Straßendorf eine besondere Herausforderung darstellt. Daher freut es mich umso mehr, dass nicht nur das Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, sondern der Ausbau jetzt unmittelbar bevorsteht. Den Förderantrag hat die Gemeinde Ende 2015 an die Bezirksregierung gestellt. Bis zur Bewilligung und der Umsetzung kann es bei Förderprojekten schon mal länger dauern, das ist beim aktuell stark genutzten Bundesförderprogramm auch nicht anders, drei Jahre sind dabei schon eine eher kurze Frist. Der Kreis Kleve hat im Juli den vorläufigen Förderbescheid vom BMVI für den kreisweiten Ausbau der weißen Flecken erhalten.

Kerken erhält somit neben dem Ausbau der unterversorgten Außenbereichen auf der Basis einer GAK-Förderung einen Ausbau mit FTTB auf der Grundlage des Bundesförderprogramms in den Gebieten, die mit mehr als 6 Mbit/s, aber weniger als 30 Mbit/s versorgt sind.  Die derzeit nicht förderfähigen Gebiete erhalten den eigenwirtschaftlichen FTTB-Ausbau. So werden die derzeit vorhandenen Möglichkeiten voll ausgeschöpft. Natürlich hätten auch die Außenbereiche einen FTTB-Ausbau erhalten können, nur war 2015 noch kein Netzbetreiber hierzu bereit.

Einen Artikel zum geplanten VDSL-Ausbau findet man unter diesem Link.

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Veranstaltung der IHK-Niederrhein zu Breitband und Digitalisierung

Veröffentlicht am 09.08.2017

Morgen findet in Duisburg eine Veranstaltung der IHK-Niederrhein statt zu den Themen Breitband und Digitalisierung. Ich werde mit einem Vortrag zu den Möglichkeiten für einen geförderten Breitband-Ausbau dabei sein. Ankündigung bei RP-Online mit den Hinweisen zur Anmeldung findet sich unter diesem Link.

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Konzeptpapier zur Glasfaser-Migration und Digitalisierung - Teil 8

Veröffentlicht am 09.08.2017

8.   Entwicklung digitaler Anwendungen und Förderung von Unternehmensgründungen mit digitalen Geschäftsmodellen

Der Aufbau von nachhaltigen Breitbandinfrastrukturen ist kein Selbstzweck sondern eine notwendige Voraussetzung zur Nutzung von digitalen Diensten. Wie das vor genau zehn Jahren gemeinsam von der Stadt Friedrichshafen und der Deutschen Telekom gestartete Innovationsprojekt „T-City“ gezeigt hat, gibt es kaum einen Bereich im öffentlichen, beruflichen und privaten Leben, der nicht von der Digitalisierung betroffen wird. Die breite Akzeptanz von Social-Media und Messenger-Diensten als Kommunikationsplattformen ist ebenso die durch Cloud- und Streaming-Dienste stark abnehmende Bedeutung physischer Datenträger nur Symptom für die Entwicklung.

Spektakulärer sind im Vergleich digitale Dienste, die das autonome Fahren ermöglichen sollen. Die Versorgungsunternehmen werden zukünftig nicht auf digitale Anwendungen verzichten können, um Stromnetze effizient steuern zu können. Mit einem Smart-Grid lassen sich die Erzeugung von Strom durch erneuerbare Energieträger, die Einspeisung und von konventionell erzeugtem Strom und der aktuelle Bedarf der Verbraucher abstimmen, so dass eine lokal optimierte Versorgung ermöglicht wird.

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Konzeptpapier für Glasfaser-Migration und Digitalisierung - Teil 7

Veröffentlicht am 08.08.2017

7.  Schaffung von Rahmenbedingungen

Im Telekommunikationsmarkt gibt es aufgrund der asymmetrischen Regulierung einen im Großen und Ganzen funktionierenden Wettbewerb. Alle Regelungen basieren auf den bekannten Technologien. Im Mobilfunk funktioniert der Wettbewerb seit Einführung der GSM-Netze Anfang der 90er Jahre und hier sind nur Eingriffe zur Wahrung der Kundeninteressen erforderlich, wie z.B. beim Wegfall des grenzüberschreitenden Roamings. Leitungsgebundene Anschlussnetze werden von den etablierten Betreibern aufgrund der hohen Tiefbaukosten derzeit außer bei der Aufrüstung von bestehenden Anschlussnetzen (VDSL, Vectoring, Rückkanalfähigkeit von Kabel-TV Netzen) sowie in Neubaugebieten kaum verlegt. Daher ist die Regulierung des Wettbewerbs für die Nutzung der bestehenden Anschlussnetze in hohem Maße erforderlich.

Während der Wettbewerb bei NGA-Diensten gut funktioniert, versagt er in der Schaffung von Anreizen bei Glasfaser-Anschlussnetzen. Dabei wächst das übertragene Datenvolumen mit Raten von ca. 20% p.a. Bedarf stetig über die Jahre hinweg an und macht den Umstieg auf Glasfaser-Hausanschlüsse in der Breite vermutlich in weniger als 10 Jahren erforderlich. Aufgrund der hohen Investitionskosten für die Errichtung ist eine rein privatwirtschaftliche Umsetzung schwierig. Die für die Mehrzahl der derzeitigen Anforderungen in der Regel ausreichende Leistung der Brücken-Technologien resultieren in einer geringen Wechselbereitschaft bei den potentiellen Kunden ein erhebliches Handicap und Geschäftsrisiko für Betreiber neue Hochleistungsnetze. Trotzdem muss jetzt mit dem Bau der neuen Anschlussnetze begonnen werden, wenn Synergien zur Senkung der Kosten genutzt werden sollen und in 10 bis 15 Jahren bei weiter steigendem Bedarf neue Anschlüsse bis in den Gbit/s-Bereich zur Verfügung stehen.

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Konzeptpapier für Glasfaser-Migration und Digitalisierung - Teil 6

Veröffentlicht am 07.08.2017

6.   Neue Ansätze für nachhaltige Förderung

Zwar soll der Fokus richtigerweise auf der Auswahl des wirtschaftlichsten Angebotes liegen. Da aber die Minimalanforderungen für die Grundversorgung niedrig sind, erhält die Deckungslücke eine dominante Bedeutung. Nachhaltige Lösungen können bei der Errichtung höhere Investitionen bedingen, z.B. wenn Tiefbauarbeiten zur Verlegung von Glasfasertrassen erforderlich sind. Grenzwerte der Förderfähigkeit („Aufgreifschwellen“) bedingen Unzufriedenheit und erzeugen das Gefühl der Ungerechtigkeit in Nachbar-Ortsteilen, deren Versorgung leicht oberhalb der Aufgreifschwelle liegt. Mit Grenzwerten für die Versorgung bleibt die Förderung eine eher punktuell als flächig wirkende Maßnahme und löst nicht die Anforderungen an einen nachhaltigen und zukunftssicheren Ausbau. Sinnvoller wäre eine Zieldefinition in Richtung eines längerfristig flächendeckenden Ausbaus mit Glasfaser-Hausanschlüssen.

Die Ausgestaltung neuer Förderprogramme für den Bau von Glasfaser-Anschlussnetze ist ein wichtiger Baustein zur nachhaltigen Verankerung des Infrastrukturausbaus in der Fläche. Das im Oktober 2015 vorgestellte Bundesförderprogramm ermöglicht zwar ausdrücklich den Bau von FttB-Anschlussnetzen, allerdings nur für die 2015 ca. 25% der Anschlüsse mit < 30 Mbit/s. Der zukünftige Einsatz von Fördermitteln sollte selbstverständlich nur noch für den Ausbau von Glasfaser-Anschlussnetzen eingesetzt werden. Die Durchführung der Projekte für die Stellung eines Förderantrags ist aufwändig und überfordert oft die Verwaltungen, die bislang keine Zuständigkeit für Breitbandinfrastrukturen haben und daher auch kein Personal. So werden oft zusätzlich externe Berater benötigt, deren Kosten teilweise über einen Förderantrag gefördert werden können (z.B. Beratungsförderung beim Bundesförderprogramm).

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