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Fallbeispiel Steinburg: Zweckverband und Stadtwerke schaffen Glasfaser-Anschlussnetze

Fallbeispiel Steinburg: Zweckverband und Stadtwerke schaffen Glasfaser-Anschlussnetze

Veröffentlicht am 04.04.2016

Der Zweckverband „Breitbandversorgung Steinburg“ organisiert Ende 2010 102 Gemeinden im Kreis Steinburg und hat die flächendeckende Verbesserung der Breitbandanbindung für die Ämter Horst-Herzhorn, Kempermarsch, Wilstermarsch und die Stadt Wilster als Ziel. Die Stadt Glücksstadt prüft den Anschluss an den Zweckverband. Als Ergebnis einer Ausschreibung wurden 2015 die Stadtwerke Neumünster beauftragt, die Glasfaser-Infrastruktur zu errichten. Bis 2019 sollen alle Mitgliedskommunen des Zweckverbandes ausgebaut sein. 95% der Haushalte sollen angeschlossen werden und die Stadtwerke Neumünster benötigen für den Anschluss auf 100 Metern mindestens einen Kunden. Man benötigt in der Vorvermarktung eine Anschlussquote von 45%, um mit dem Ausbau zu beginnen. Allerdings werden 60% Anschlussquote als realistischer Wert erwartet. Die Gemeindevertreter haben die Aktion unterstützt. Für Eigentümer, die sich während der Vorvermarktung beteiligen, entfallen die später erhobenen Anschlusskosten von € 990 je Hausanschluss. Erst bei Entfernungen von mehr als 20 Metern auf dem Grundstück werden € 35 pro Meter für die Verlegung erhoben.

Aufgrund der Netzplanung können vorhandene Leerrohre nicht genutzt werden. Die verlegten Leerrohre müssen geeignet sein, um Glasfaserkabel einzublasen. Das passive Anschlussnetz, bestehend aus Leerrohren, Glasfaserleitungen und Kopflöchern, geht nach Fertigstellung in das Eigentum des Zweckverbandes über. Die Refinanzierung erfolgt über die zu erwartenden Pachteinnahmen, so dass keine verlorenen Zuschüsse durch die beteiligten Kommunen anfallen.

Die Übertragungsrate in dem fertigen FTTB-Netz hängen später nur von der gewählten Übertragungstechnik und den gebuchten Diensten ab. Netzbetrieb und Dienste realisieren die Stadtwerke Neumünster, ein 50 Mbit/s Anschluss kostet 2015 € 49 pro Monat. Der schnellste derzeit angebotene Tarif ermöglicht im Downstream 250 Mbit/s (Upstream 50 Mbit/s). Für die Stadtwerke Neumünster ist der Zweckverband Steinburg bereits das zweite im Ausschreibungsverfahren gewonnene Ausbauprojekt im ländlichen Raum. Im März 2015 waren 102 Kilometer Leerrohre verlegt und 1.000 Kunden unter Vertrag. 2016 sollen ca. 37.000 Haushalte in 60 Gemeinden im Gebiet des Zweckverbands erreicht werden.

(http://www.steinburg.de/breitbandversorgung.html, https://www.swn-glasfaser.de/)

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